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Luisengarten


Der Luisengarten zeigt sich wandlungsfähig

Mainpost vom 25.10.2005

FOTO KRIENER
Die Verantwortlichen der Saalbau Luisengarten GmbH machen es sich in den Ledersesseln der neuen Lounge "Lui" gemütlich (von links): Thomas Schmitt (Diakonisches Werk), Geschäftsführerin Nicole Götz und Günther Barthel von der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde.

Es war ein Abschied mit Tränen, als sich im November vergangenen Jahres der Evangelische Arbeiterverein (EAV) nach fast 100 Jahren von seinem "Luisengarten" trennen musste. Zwei Jahre davor hatte der Verein noch über drei Millionen Euro in die Modernisierung des Saalbaus an der Martin-Luther-Straße gesteckt, der nach der sozial engagierten Königin Luise von Preußen benannten ist. Damit hat sich der EAV offensichtlich finanziell übernommen.

Um die drohende Insolvenz abzuwenden, hatte das Diakonische Werk und der Gesamtkirchengemeinde Würzburg die "Saalbau Luisengarten GmbH" als künftigen Träger gegründet. Als Geschäftsführerin wurde die Betriebswirtin Nicole Götz berufen. "Ein Glücksfall", sagt heute Thomas Schmitt. Als Geschäftsführer des Diakonischen Werkes und neuer Gesellschafter hatte er seine bisherige Sekretärin für die neue Aufgabe "geopfert" - mit offensichtlichem Erfolg, denn die Belegung der Säle im Luisengarten zeigt seitdem eindeutig nach oben, sagt Schmitt. Das muss es auch, denn die beiden Gesellschafter haben noch einmal ordentlich Geld in die Hand nehmen müssen, um die vom EAV begonnene Renovierung zu Ende zu bringen.

Weil man aber nicht nur Gutes tun, sondern auch darüber reden soll, hatten jetzt Nicole Götz, Thomas Schmitt und Günther Barthel als Gesellschafter der evangelischen Gesamtkirchengemeinde dazu eingeladen, das Werk in Augenschein zu nehmen und seinen vielfältigen Möglichkeiten für Veranstaltungen zu entdecken. Gekommen waren Geschäftskunden, Tourismus-Leute, Gastronomen und Veranstalter aus dem Raum Würzburg, aber auch weit darüber hinaus.

Die auffälligste Neuerung, die die neue Geschäftsführerin in die Hand genommen hat, heißt "Lui" und ist eine Lounge im Parterre, also eine Gesellschaftsraum. Für das mit komfortablen Ledermöbeln und Caféhaus-Tischen ausgestattete Bistro hat sich das biedere Vereinszimmer an gleicher Stelle verabschieden müssen. Nicole Götz möchte ihr "Lui" künftig gerne auch an zwei Tagen als Café für alle öffnen.

Wie wandlungsfähig und vielseitig nutzbar der Luisengarten mit seinen drei Sälen ist, führte Schauspieler Horst Taupp-Meisner bei einer multimedialen Licht-Show im Großen Saal vor. Von der privaten Feier über die Vereinsversammlung bis zu Seminaren und Kongressen ist hier alles möglich. Auch die Kunst ist hier zu Hause. Zur Feier des Tages zeigte Sonja Edle von Hoesle, die Kulturpreisträgerin der Stadt 2003, einige ihrer Objekte und Bilder. Und auch bei Konzerten und Theater-Aufführungen spielt die Technik des Luisengartens mit, was Heiko Schnierer mit einem Ausschnitt aus "Helden wie wir" bestens demonstrierte. Das Stück hat übrigens am 9. November im Luisengarten Premiere.

Natürlich gehört zu einer ordentlichen Veranstaltung auch eine köstliche Verköstigung, und hier arbeitet der Luisengarten mit vier namhaften Catering-Betrieben zusammen. An diesem Tag waren zwei der Spitzen-Köche der Stadt für das Wohl der Gäste zuständig: Markus Grein von der "Alten Mainmühle" und Franz Frankenberger vom "Hotel Rebstock". So lässt es sich tagen!



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