FOTO KRIENER
Die Verantwortlichen
der Saalbau Luisengarten GmbH machen es sich
in den Ledersesseln der neuen Lounge "Lui" gemütlich (von links):
Thomas Schmitt (Diakonisches Werk), Geschäftsführerin Nicole Götz
und Günther Barthel von der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde.
Es war ein
Abschied mit Tränen, als sich im November
vergangenen Jahres der Evangelische Arbeiterverein (EAV) nach
fast 100 Jahren von seinem "Luisengarten" trennen
musste. Zwei Jahre davor hatte der Verein noch über drei
Millionen Euro in die Modernisierung des Saalbaus an der
Martin-Luther-Straße gesteckt, der nach der sozial
engagierten Königin Luise von Preußen benannten ist. Damit
hat sich der EAV offensichtlich finanziell übernommen.
Um die drohende Insolvenz abzuwenden, hatte das Diakonische
Werk und der Gesamtkirchengemeinde Würzburg die "Saalbau
Luisengarten GmbH" als künftigen Träger gegründet. Als
Geschäftsführerin wurde die Betriebswirtin Nicole Götz
berufen. "Ein Glücksfall", sagt heute Thomas
Schmitt. Als Geschäftsführer des Diakonischen Werkes und
neuer Gesellschafter hatte er seine bisherige Sekretärin für
die neue Aufgabe "geopfert" - mit offensichtlichem
Erfolg, denn die Belegung der Säle im Luisengarten zeigt
seitdem eindeutig nach oben, sagt Schmitt. Das muss es auch,
denn die beiden Gesellschafter haben noch einmal ordentlich
Geld in die Hand nehmen müssen, um die vom EAV begonnene
Renovierung zu Ende zu bringen.
Weil man aber nicht nur Gutes tun, sondern auch
darüber reden soll, hatten jetzt Nicole Götz, Thomas Schmitt
und Günther Barthel als Gesellschafter der evangelischen
Gesamtkirchengemeinde dazu eingeladen, das Werk in Augenschein
zu nehmen und seinen vielfältigen Möglichkeiten für
Veranstaltungen zu entdecken. Gekommen waren Geschäftskunden,
Tourismus-Leute, Gastronomen und Veranstalter aus dem Raum
Würzburg, aber auch weit darüber hinaus.
Die auffälligste Neuerung, die die neue
Geschäftsführerin in die Hand genommen hat, heißt "Lui"
und ist eine Lounge im Parterre, also eine Gesellschaftsraum.
Für das mit komfortablen Ledermöbeln und Caféhaus-Tischen
ausgestattete Bistro hat sich das biedere Vereinszimmer an
gleicher Stelle verabschieden müssen. Nicole Götz möchte
ihr "Lui" künftig gerne auch an zwei Tagen als
Café für alle öffnen.
Wie wandlungsfähig und vielseitig nutzbar der Luisengarten
mit seinen drei Sälen ist, führte Schauspieler Horst
Taupp-Meisner bei einer multimedialen Licht-Show im Großen
Saal vor. Von der privaten Feier über die Vereinsversammlung
bis zu Seminaren und Kongressen ist hier alles möglich. Auch
die Kunst ist hier zu Hause. Zur Feier des Tages zeigte Sonja
Edle von Hoesle, die Kulturpreisträgerin der Stadt 2003,
einige ihrer Objekte und Bilder. Und auch bei Konzerten und
Theater-Aufführungen spielt die Technik des Luisengartens
mit, was Heiko Schnierer mit einem Ausschnitt aus "Helden
wie wir" bestens demonstrierte. Das Stück hat übrigens
am 9. November im Luisengarten Premiere.
Natürlich gehört zu einer ordentlichen Veranstaltung auch
eine köstliche Verköstigung, und hier arbeitet der
Luisengarten mit vier namhaften Catering-Betrieben zusammen.
An diesem Tag waren zwei der Spitzen-Köche der Stadt für das
Wohl der Gäste zuständig: Markus Grein von der "Alten
Mainmühle" und Franz Frankenberger vom "Hotel
Rebstock". So lässt es sich tagen! |